Beschreibung

SimpleDvdBackup ist eine ganz einfache (simple!) Sammlung von Scripts zum Erstellen von Backups auf DVD+RW unter Linux. Nachdem ich in der Suse-Mailingliste erwähnt hatte, dass ich mir für DVD-Backup ein paar Scripts erstellt habe, wollten doch einige Leute diese haben. Daher habe ich diese Seite erstellt.

Die Scripts funktionieren bei mir unter Suse 9.0. Die dvd+rw-tools müssen installiert sein.

Ich übernehme keinerlei Verantwortung für Datenverluste!

Achja, die Scripts fallen natürlich unter LGPL.

Features/Anforderungen

  • Verwendung von Bordmitteln (tar)
  • Backup auf Fileebene, nicht auf Deviceebene
  • Backup im laufenden Betrieb möglich
  • Ausschlussmöglichkeit einzelner Verzeichnisse
  • automatisch auf (mehrere) DVD+RWs brennen und verifizieren
  • Full Backup und Diff Backup (differentiell, mit kleiner Änderung auch inkrementell möglich)
  • schnell mal ein File restoren per Konqueror
  • Backup-DVD auf einem anderen Rechner einfach einlegen und in die Archive reinschauen und restoren können (tar gibt's überall)

Anleitung

Einstellungen

In der Datei settings kann/muss man folgendes einstellen:

  • DIRS="<zu sichernde Verzeichnisse>"
  • BACKUPDIR="<Zielverzeichnis für die Archivdateien>"
  • EXCLUDE="<Pattern für auszuschließende Verzeichnisse>"
  • ARCHIVESIZE=<Größe eines Archivs bei Full Backup>
  • NUMARCHIVES=<Anzahl Archive pro DVD bei Full Backup>
  • DESTDIR="<Zieldirectory bei Restore>"
  • RECORDERDEVICE="<Brenner-Device>"
  • RECORDERMOUNTPOINT="<Brenner-Mountpoint>"

Außerdem kann man in stopservices.sh bzw. startservices.sh eintragen, dass bestimmte Services während des Erstellens der Archive (nicht während des Brennens) und während dem Restore gestoppt werden.

Vorgehensweise (als root) für Full Backup

./fullbackup.sh
./burnfullbackup.sh

Am Ende jeder DVD wird man zum Wechseln aufgefordert.

Vorgehensweise (als root) für Diff Backup

./diffbackup.sh
./burndiffbackup.sh

Das letzte Script brennt alle auf Platte vorhandenen Diff Backups ("*-diff*") auf eine DVD. Da Diff Backups nicht sehr groß sind, lösche ich sie auf Platte nach dem Brennen nicht.

Restore

Für Restore muss man zuerst die Archive auf Platte kopieren (bei Full Backup ins BACKUPDIR, bei Diff Backup kann man ein Archiv als Parameter angeben).

Inkrementell statt differentiell

Will man kein differentielles, sondern ein inkrementelles Backup machen, dann muss diffbackup.sh (genau wie fullbackup.sh) am Anfang "touch lastfullbackup" machen. Der Vorteil eines inkrementellen Backups besteht darin, dass die Diff Archive kleiner sind, da ja nur der Unterschied zum letzten Diff Backup gesichert wird und nicht zum letzten Full Backup. Der Nachteil besteht darin, dass man beim Restore mehr Arbeit hat und nicht von allen geänderten Dateien seit Full Backup mehrere Kopien hat.

Wichtige Hinweise

Beim Brennen der Diff Backups muss man selbst darauf achten, dass die Archive noch auf eine DVD passen, da bei Diff Backup nur eine DVD verwendet wird.

So mache ich es

Für Full Backup habe ich 4 Archive mit jeweils 1 GB pro DVD konfiguriert (siehe mitgelieferte Datei settings).

Es bietet sich an, nach einem Full Backup so lange Diff Backups zu erstellen (z.B. täglich oder wöchentlich), bis die Gesamtgröße aller Diff Backup Archive gerade noch auf eine DVD passt. Danach wäre wieder ein Full Backup fällig.

Ich verwende 2 Backup-Sätze (A und B) und wechsle zwischen diesen ab. Momentan benötige ich für Full Backup 3 DVDs. Also besteht ein Backup-Satz aus 4 DVDs (3 für Full Backup, 1 für die Diff Backups).

Backup mache ich wöchentlich (im schlimmsten Fall verliere ich also bis zu 6 Tage an Daten). Auf die Diff Backup DVD passen ca. 4-5 Diff Backups. Also muss ich jede 5. oder 6. Woche ein Full Backup machen. Gegen defekte Datenträger sichere ich mich ab (abgesehen vom Verify) durch die 2 Sätze, dadurch dass ich die Diff Backups auf Platte und DVD habe und dadurch, dass ich differentielle Backups mache, statt inkrementelle. Der Platzvorteil der inkrementellen Backups wäre bei mir nicht so hoch, da viele Dateien sich praktisch ständig ändern.

Somit kann ich den Zustand meines Systems über viele Wochen zurück wieder herstellen. Glücklicherweise habe ich bisher noch keinen vollständigen Restore benötigt, sondern nur mal einzelne Dateien.

Auf meiner /work Partition gibt es ein Verzeichnis /work/nobackup, das ich von der Sicherung ausschließe. Dort liegen z.B. runtergeladene Files, die ich mir leicht wieder besorgen kann oder riesige Dateien, die ich nicht sichern will (z.B. Videos).

Download

simpledvdbackup0.1.tar

History

0.1: Erste öffentliche Version mit globalen Settings

Mail

thomas at boerkel.de